Der Nilu27 NILU V12-Saugmotor erwacht schließlich bei 11.000 U/min zum Leben

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Das Schweigen hat ein Ende.

Zwei Jahre lang wartete das Internet mit angehaltenem Atem. Es ist nichts passiert. Keine Updates. Nur Gerüchte und Konzeptzeichnungen, die in digitalen Räumen herumschwirren. Das hat sich kürzlich geändert. Der Motor atmet. Im Zylinder herrscht Feuer. Das Herz des Hypercars Nilu27 NILV schlägt gerade, und es schlägt schnell. Sehr schnell.

Die Rede ist von 11.000 U/min. Natürlich angesaugt. Keine Turbos, die sich hinter Masken mit Zwangsansaugung verstecken. Kein Hybrid-Buzz, der die Stimmung zerstört. Nur Luft und Feuer, die durch einen 6,5-Liter-V12 kreischen.

Wie der Hartley V12 seine eigenen Ziele übertraf

Der Lärm ist natürlich wichtig. Aber das gilt auch für die Zahlen. Und diese Zahlen haben die Obergrenze durchbrochen.

Ursprünglich versprach das Datenblatt 1.055 PS. Eine schöne runde Figur für Marketingzwecke. Dann lief der Prüfstand. Die Prognosen wurden übertroffen. Hart.

Damit hat das Auto nun fast die gleiche Leistung wie der kommende Ferrari F80. Um dorthin zu gelangen, ist der F80 allerdings auf komplexe Hybridsysteme angewiesen. Die NILU? Pures Benzin-Chaos. Es wiegt etwa so viel wie ein kompaktes Fließheck, etwa ein Renault Clio. Setzen Sie einen V12 mit über 1.000 PS in diese Massengleichung ein, und die Sache wird erschreckend. Schnell.

Der Ingenieurskredit geht an Hartley Engines. Sie sind ein kleines Unternehmen mit Sitz in Neuseeland, und genau deshalb können sie etwas so Verrücktes herstellen, ohne dass die Genehmigungsausschüsse der Unternehmen sie bremsen. Sie bauten mit Hartley die maßgeschneiderte Mühle und es funktionierte.

Warum sich im Jahr 2024 für ein Schaltgetriebe entscheiden?

Du willst Geschwindigkeit. Die meisten Leute bekommen Doppelkupplungsgetriebe, die schalten, bevor man das Wort denkt.

Das NILU-Team ging den umgekehrten Weg. Ein Siebengang-Schalthebel mit offenem Schalthebel. Du ziehst am Knopf. Du bewegst deine Hand. Sie spüren, wie die Gänge einrasten.

Es sitzt in einem keramikbeschichteten Hilfsrahmen aus Aluminiumlegierung. Die gesamte Kraft wird ausschließlich auf die Hinterräder übertragen. Es gibt zwölf einzelne Drosselklappengehäuse. Das Layout ist ein Hot-V-Design, was bedeutet, dass die Auspuffrohre im Tal des V sitzen. Dadurch werden die traditionellen Einlass- und Auspuffpositionen vertauscht, um die Kühlung des Motors zu unterstützen und Platz für die „Schlangengruben“-Krümmer zu schaffen. Sie fließen direkt in ein Tri-Tip-Austrittsrohr.

Warum macht man das so? Verpackung. Wärmemanagement. Und weil die Beobachtung, wie ein Fahrer die 11.000-Umdrehungs-Grenze verschiebt, manuelles Eingreifen erfordert. Es ist eine Wahl.

Hartleys Team beschrieb den ersten Startmoment als unbeschreiblich. Sie nannten es Kunst. Es ist nicht nur Metall.

Designentscheidungen, bei denen die Interaktion mit dem Fahrer Vorrang vor dem Komfort hat

Sasha Selipanov hat es entworfen. Er hat bereits am Bugatti Chiron und am Lamborghini Huracán gearbeitet. Normalerweise lehnt er massenproduzierten Luxus ab. Hier gründete er sein eigenes Label: Nilu27. Daher der zungenbrecherische vollständige Name: Nilu27 NILU

Es sieht wild aus. Flügeltüren lassen sich für den Zugang nach oben klappen, ähnlich wie beim Aston Martin Valkyrie. Sobald Sie hineinschlüpfen, sind Sie isoliert. Feste Schalensitze. Keine Anpassungen.

Es gibt keine Elektronik am Lenkrad. Null-Tasten. Das Rad lenkt einfach. Vor Ihnen sitzen analoge Zifferblätter. Im Innenraum gibt es einen Bildschirm, allerdings nur für die Rückfahrkamera. Alles andere ist mechanisch.

Dieses Setup schreit nach Engagement des Fahrers. Es fordert Sie auf, Teil der Maschine zu sein. Das Chassis ist ein maßgeschneidertes Kohlefaser-Monocoque mit Doppelquerlenkeraufhängung, die durch Stangen angetrieben wird. Die Bremsen kommen von Brembo, Carbon-Keramik, da Standard-Bremsscheiben nach drei Runden verdampfen würden.

Woher kommt die Ästhetik? Klassischer amerikanischer Muscle-Car-Mix mit modernen Drift-Cars. Es ergibt keinen logischen Sinn. Das ist der Punkt.

Wo die Produktion stattfinden wird und Details zur Verfügbarkeit

Der Motor lebt jetzt in Deutschland.

Hartley schickte es zur endgültigen Kalibrierung an die Nilu27-Anlage in Lahr. Dort wird es in den ersten fahrenden Prototypen eingebaut. Hier wird die Theorie zum Pflaster.

Wenn Sie eines wollen, haben Sie Glück und dann aufgrund der Preisgestaltung sofort Pech. Zuerst erscheinen nur fünfzehn reine Track-Versionen. Es folgen 54 straßenzugelassene Autos. Gesamtproduktion? Neunundsechzig Autos.

Die Preise beginnen bei etwa 3 Millionen Pfund. Das ist die Eintrittskarte. Sie benötigen mehr, wenn Sie Optionen wünschen, obwohl die Optionsliste angesichts der reduzierten Innenraumphilosophie wahrscheinlich leer ist.

„Das ist nicht nur ein Motor; es ist ein Kunstwerk, das Grenzen überschreitet.“

Spielt der Name eine Rolle? Nilu27 NILU bringt die Zunge zum Stolpern. Es klingt ungeschickt. Aber wenn 11.000 Umdrehungen pro Minute auf dem Beton widerhallen, interessiert es niemanden mehr, was auf der Plakette steht. Sie werden einfach die Vibration spüren.

Die Frage bleibt. Wer fährt damit, wenn er die Handbremse löst? Und wo bleibt noch genügend gerade Straße übrig, um es zu genießen, bevor der Begrenzer greift?

Der Motor läuft. Die Räder drehen sich vor Vorfreude. Warte darauf.