Es sieht so aus, als würde Mercedes sich mit dem Ungewöhnlichen nicht zurückhalten. Die Frontpartie des neuen AMG GT 4-Door sieht weniger wie ein Auto aus, sondern eher wie etwas aus einem Science-Fiction-Comic. Ovale Scheinwerfer. Ein Lichtbalken verbindet sie. Ein Kühlergrill, der aussieht, als würde er Zähne fletschen.
Es ist unverwechselbar. Vielleicht zu markant?
An anderer Stelle jedoch glatte Linien. Das nach unten geneigte Dach verleiht ihm die Coupé-Silhouette, die die Leute lieben, auch wenn es vier Türen hat. Auf der Rückseite wird es ein wenig retro-futuristisch. Drei runde Rücklichter, in denen sich jeweils ein kleiner Stern befindet. Sitzt unter einer gebogenen LED-Leiste. Auf schwarzem Glas.
Unter der Haut wird es jedoch absurd.
Pferdestärke als Verb
Drei Motoren. Alles Axialfluss. Der AMG ist das erste in Massenproduktion hergestellte Elektrofahrzeug, das diese Technologie tatsächlich nutzt, und der Unterschied zeigt sich in den Zahlen. 1.153 PS für die GT63-Version. 1.475 Pfund-Fuß Torsionskraft.
Das ist kein Tippfehler.
Axialfluss bedeutet, dass die Magnetfelder parallel zur Welle und nicht senkrecht verlaufen. Es ist kühler, kleiner und stärker. Dadurch kann das Auto weiterhin hohe Leistung erbringen, ohne zu überhitzen oder Dampf zu verlieren. Sie können sich wiederholt zurückziehen. Immer wieder. Ohne zu verblassen.
Dies ist nicht nur eine schrittweise Verbesserung. Es ist ein anderes physikalisches Modell für den Elektroantrieb.
Von 0 auf 60 Meilen pro Stunde in zwei Sekunden. 6,4 Sekunden bis 124.
Das ist schnell beängstigend. Für eine Limousine, die wahrscheinlich vier Personen angemessen bequem Platz bietet.
Das Heilmittel gegen Fernangst?
Auch das Aufladen ist wichtig. Und hier greift Mercedes stark in die Infrastrukturlücke.
Dieses 106-kWh-Paket erzeugt Elektronen mit maximal 600 Kilowatt. 10 bis 80 Prozent Ladung. Elf Minuten. Gerade einmal elf.
Wenn die Schnellladegeräte halten, verbringt man etwa genauso viel Zeit damit, einen Kaffee zu kaufen, wie man das Auto auffüllt.
Die Reichweite ist nach heutigen Maßstäben solide. Bis zu 432 Meilen WLTP. In den USA vielleicht um die 367. Fahren im echten Leben, Klimaanlage, Geschwindigkeitsüberschreitungen … wahrscheinlich weniger. Aber genug, um den Tank auf Roadtrips vorerst zu ignorieren.
Es sei denn, Sie lieben es wirklich, 200 Meilen pro Stunde zu fahren. Dann bräuchte man mehr Kilometer. Aber wer macht das?
Wahrscheinlich ist gerade jemand in diesem GT63 unterwegs.
Wir werden sehen, wann es ankommt. Das Styling bleibt seltsam






















