Volvo in Thailand verbrannt

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Drei Monate nachdem Volvo zugegeben hatte, dass es ein Batterieproblem gab. Nachdem mehr als 40.000 EX30 vom Markt genommen wurden. Der Brand ist trotzdem passiert.

Thailand klagt.

Das Büro des Verbraucherschutzausschusses traf sich diese Woche mit Volvo-Vertretern. Nicht zum Chatten. Zur Behebung von zwei Bränden im Zusammenhang mit ihrem neuen Elektro-Crossover. Der erste Treffer erfolgte Ende März. Hitze in Bangkok. Dann der 15. Mai. Ein Besitzer schloss sein Auto zu Hause an. Normaler Ablauf. Es hat Feuer gefangen. Dann fing auch ein Ford Ranger nebenan Feuer. Das Gebäude wurde beschädigt.

Rückrufe funktionieren nicht, wenn der Fix zu spät kommt. Das ist das Kernproblem.

Volvo gab den Rückruf bereits im Februar heraus. Sie warnten alle davor, mehr als 70 % aufzuladen. Eine vorübergehende Regelung. Beide Thailänder ignorierten es oder konnten nicht anders. Ihre Batterien haben diese Grenze überschritten. Dann explodierten sie. Die Behörden glauben nicht, dass diese Erklärung das einzige Problem ist. Sie reichten eine Zivilklage ein. Sie wollen Geld für Schäden und Rückerstattungen für die Eigentümer.

Hier ist der logistische Albtraum. 1.668 Autos in Thailand brauchen neue Batterien. Volvo behauptet, die Ersatzteile seien gerade aus China eingetroffen. Die Installation beginnt am 22. Mai. Es dauerte drei Monate, bis die Teile auftauchten. Der Verbraucherverband möchte wissen, wie Volvo Menschen für monatelang unbrauchbare Autos entschädigen will.

Vertrauen Sie einer Marke, die Sie 90 Tage warten lässt, um eine Brandgefahr zu beheben?

Die Besitzer wollen keine neuen Batterien. Zumindest nicht laut Tanchanok NowsuWAN, der mit Reuters gesprochen hat. Sie sagt, die meisten Leute wollen einfach nur eine Rückerstattung. Eine volle. Egal, ob es sich um die einmotorige Version oder das zweimotorige Biest handelt. Sie wollen raus.

Laut Volvo Thailand dauert der Austausch etwa drei Tage. Viel Glück mit diesem Zeitplan angesichts des Rückstands.

Die Brände haben dem Narrativ einer nachhaltigen Zukunftstechnologie Kälte ein Ende gesetzt. Jetzt ist nur noch Asche übrig. Und Anwälte. Und vielleicht ein sehr beschädigter Ranger.