MG stellte beim Goodwood Festival of Speed ein Konzeptauto vor. Es heißt MG GO!. Beachten Sie das Ausrufezeichen. Sie meinten es ernst.
Es ist klein. Elektrisch. Sieht aus wie ein Fließheck, das tatsächlich ein Drag Race gegen den Verkehr gewinnen will.
MG gehört zu SAIC, Chinas großem Automobilkonzern. Sie haben in Großbritannien einen netten kleinen Erfolg gehabt und praktische Elektrofahrzeuge gebaut, die die Leute offenbar gerne fahren. Auch der Cyberster ist dabei – ein Cabrio-Roadster mit fast 500 Pferden unter der Haube und einem Namen, der klingt, als gehöre er einem Bösewicht aus dem Jahr 2030. Es funktioniert.
Reden wir über Amerika.
Wir haben in den USA keinen neuen MG mehr offiziell verkauft, seit der MGB uns 1980 verließ. Damals war er schon uralt. Gummistoßstangen, die die Chromlinien seiner Jugend nachahmten. Eine Federung, die weich genug für Cross-Country-Rallyes ist – vielleicht sogar für die MGB Dakar. Was lächerlich klingt. Das hätte mir nichts ausgemacht.
Im Ausland überlebte MG. Für eine Weile. In der Rover-Falte. Sie stellten Autos her, die sich wahrscheinlich verkauft hätten, wenn sie jemand einfach nach Westen verschifft hätte. Nehmen Sie den MG ZT 260.
Denken Sie an dieses Auto.
Ford Mustang V8. Hinterradantrieb. Manuelle Knüppelschaltung. Das war keine Tweedjacke. Das war ein richtiger Sportwagen. Eine wirklich starke Tasse Tee.
Aber das ist nicht die Erinnerung, die die Amerikaner behalten. Wir erinnern uns an die Ölflecken. Der Rost. Das ständige Basteln. Der Besitz eines klassischen MG fühlte sich an, als würde man sich um einen sehr liebevollen, aber zutiefst inkontinenten älteren Hund kümmern. Du hast es geliebt. Sie haben auch Zeitungen hingelegt. Ständig.
Dann kaufte SAIC die Rechte. Und alles hat sich verändert.
Der alte romantische Kerl ist weg. Ersetzt durch einen Hersteller effizienter, fröhlicher Elektrokästen. Der MG4 -Crossover wird in Europa verkauft. Den Leuten gefällt es. Es ist erschwinglich. Es hat die Atmosphäre. Auch wenn es nicht auf britischem Boden gebaut ist. Es spielt keine Rolle. Es fährt gut genug.
Schauen Sie sich jetzt die neue Aufstellung von Goodwood an.
Es gibt ein großes Elektrofahrzeug namens Cyber. Es ist runder. Poliert. Sieht so aus, als hätte jemand einen Ford Mach-E in einen Mixer gegeben und ihn passiert. Solide Wahl. Sichere Wahl.
Dann gibt es noch das GO!.
Es ist eine heiße Luke. Wirklich einer. Es reiht sich genau in die Lücke ein, die Autos wie der Renault 5 E-Tech Electric hinterlassen haben, der in Nordamerika bereits ernsthafte Sehnsüchte auslöst. Wenn man die vorgetäuschte Aerodynamik und die Lichter des Konzeptautos entfernt, ist das, was übrig bleibt, sinnvoll. Erschwinglich. Spaß.
Kann eine in China gebaute Luke mit britischer Plakette in den USA überleben? Vielleicht auch nicht. Die Politik ist heikel. Aber die Produktstrategie funktioniert anderswo.
Schauen Sie sich Mini an. BMW hat diese Marke vor 25 Jahren gekauft. Habe es von Grund auf neu aufgebaut. Verkaufte Tausende winziger, skurriler Kisten an Amerikaner, denen der Witz und die Technik gefielen. Der GO! versucht, der neue Mini zu sein.
In Großbritannien? Es hat eine Kampfchance. In Amerika?
Also.
Die Türen der USA öffnen sich nicht. Noch nicht. Vielleicht nie.
Aber Sie könnten nach Großbritannien fliegen. Mieten Sie das Ding im Jahr 2027. Fahren Sie damit nach Goodwood. Keine Öllecks. Keine elektrischen Gremlins, die wie Geister Ihre Garage heimsuchen. Nur ein lauter Akku und ein schnelles Einlenken.
Nicht schlecht.
Ein Abzeichen ist nicht nur Geschichte. Es ist eine Erlaubnis, etwas Dummes zu fahren, ohne sich dafür zu entschuldigen.
Vermissen wir das Chaos der alten Tage? Das Fett? Der Lärm?
Sicher.
Aber die Stille eines schnellen Elektroautos ist nicht der Feind des Spaßes. Nur ein anderer Geschmack.
Mal sehen, ob es den Leuten auffällt.























