Zwei neue Patente von Mazda sind gerade online aufgetaucht. Keine Namensschilder angebracht. Nur Skizzen eines winzigen Cabriolets mit Frontmotor und Hinterradantrieb. Die Türen sind das Werbegeschenk. Sie sind im Schmetterlingsstil.
Dadurch wird die Verdächtigenliste auf genau zwei Autos eingegrenzt.
Wie Mazda plant, Schmetterlingstüren an einem Cabriolet zum Laufen zu bringen
Der aktuelle MX-5 ist großartig. Alle sind einverstanden. Mazda baut bereits seinen Nachfolger. Es wird leicht sein. Gasbetrieben. Genau wie das alte bewährte Rezept. Aber da ist noch etwas anderes: das Concept Car Iconic SP. Mazda sagte, dass sie das auch bauen wollten. Diese Unterlagen beweisen, dass fahrerorientierte Autos immer noch auf dem Spiel stehen.
Die Skizzen wurden von Carbuzz entdeckt. Sie zeigen einen Vierzylinder-Längsmotor, der ganz vorne sitzt.
Die erste Einreichung ist auf dem Papier langweilig, aber in der Praxis interessant. Es dreht sich alles um die Scharniersäule. Wie montiert man riesige Türen, die sich nach oben und außen bewegen lassen, ohne dass das Dach im Wind wegfliegt? Man schraubt es nicht einfach an. Sie konstruieren es.
Mazda hat noch nie ein Serienmodell mit Schmetterlingstüren ausgestattet. Nun scheinen sie die Absicht zu haben, das zu ändern.
Das Patent beschreibt den Mechanismus als „aufklappbare Seitentür“, bei der der hintere Teil sowohl nach außen als auch nach oben schwenkt. Es funktioniert wie eine Mischung aus Scheren- und Schmetterlingstür.
Die technische Lösung ist clever. Sie ziehen die A-Säule näher an die Stoßdämpferbrücken heran. Warum? Fahrgestellsteifigkeit. Sie können keine flexible Wanne haben, wenn die Türen so schwer sind, dass sie herumschwingen.
Sie erwähnen auch „verstärkte Zügel“. Stellen Sie sich diese als Zugstangen vor. Sie übertragen die Last von den Aufhängungslagern auf die verstärkte Säule. Es bewältigt die Belastung, die das Ein- und Ausfahren eines Cabrioverdecks mit sich bringt.
Dann gibt es noch den „Schürzenrahmen“. Es handelt sich um eine Klammer aus gestanztem Metall. Es verbindet die vorderen Ecken des Gehäuses direkt mit der Firewall. Es erhöht die Steifigkeit ohne Gewichtsnachteil. Gewicht ist der Feind, oder?
Welches Auto bekommt den Rotary-Ersatz?
Das zweite Patent befasst sich mit der Crashstruktur. Wohin geht die Kraft, wenn man gegen einen Baum prallt? Es leitet die Last durch die Stirnwand, entlang der Seitenschweller und zum Heck des Fahrzeugs. Die Bewohner überleben.
Hier ist der Clou.
Die Zeichnungen zeigen einen traditionellen Getriebetunnel. Sie zeigen auch einen längslaufenden Vierzylinder-Antriebsstrang.
Das Iconic SP-Konzept hatte keinen Tunnel. Es lief ein rotierender Hybrid-Hybrid mit erweiterter Reichweite. Kein großer Getriebetunnel. Dieses Patent zeigt deutlich den mechanischen Buckel für ein herkömmliches Getriebe.
Was ist denn los?
- Radikales MX-5-Update. Der nächste Miata erhält Schmetterlingstüren. Es verliert seine Softtop-Einfachheit.
- Der Iconic SP geht in Produktion, aber mit einem regulären Motor. Bei diesem Modell wird der Rotationsmotor vollständig aufgegeben.
- Gemeinsame Plattform. Beide Autos nutzen die gleiche zugrunde liegende Architektur. Die Patente zeigen nur die gemeinsamen Knochen.
Die meisten Leute vermuten, dass es Nummer zwei ist. Oder vielleicht eine Mischung aus eins und drei.
Warum den MX-5 mit Schmetterlingstüren ausstatten? Es soll der preisgünstige Einstiegspunkt sein. Einfach. Zugänglich. Schmetterlingstüren sind auffällig. Sie kosten Geld. Sie erschweren den Besitz.
Passt das zur MX-5-Philosophie?
Vielleicht auch nicht. Aber der Iconic SP? Sicher. Das Ding sieht teuer aus. Es sieht komplex aus. Es könnte eine pragmatische Entscheidung sein, ihm statt des versprochenen Wankelmotors einen Vierzylindermotor zu geben. Der Dreh ist hart. Zuverlässigkeit ist schwer. Für ein Nischenpublikum ist die Wartung teuer. Ein bewährter Vierzylinder ist günstiger. In manchen Zusammenhängen ist es leichter. Es passt zum Chassis.
Uns bleiben Fragen.
Ist das der Todesstoß für einen neuen Wankel-Roadster? Oder nur ein Umweg? Die Patente lügen nicht, aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte.
Wir werden sehen, ob Mazda einen Sportwagen baut, der wie ein Supersportwagen aussieht, sich aber wie ein Alltagswagen fährt. Oder ob sie den Rotary-Traum woanders am Leben erhalten. Vorerst deuten die Pläne auf eine Rückkehr zu den Grundlagen hin. Mit sehr schicken Türen.























