Rückruf von Nissan Rogue: Motorprobleme betreffen über 640.000 SUVs

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Nissan ruft über 642.000 Rogue-SUVs (Modelljahre 2023–2025) aufgrund zweier separater, aber zusammenhängender Motorprobleme zurück. Im Mittelpunkt der Probleme steht der 1,5-Liter-VC-Turbomotor des Fahrzeugs, der bereits Gegenstand früherer Rückrufaktionen war.

Fehler in der elektronischen Drosselkammer

Der erste Rückruf (26V081) behebt einen kritischen Fehler in der Baugruppe der elektronischen Drosselklappenkammer (ETC). Ein Softwarefehler im Motorsteuergerät (ECM) kann dazu führen, dass ein Diagnosetest ein wichtiges Zahnrad im ETC schwächt und kaputt macht. Dieser Fehler kann den Fahrer daran hindern, einen Gang einzulegen, was zu einem plötzlichen Leistungsverlust und möglicherweise zur Stilllegung des Fahrzeugs führen kann. Einige Fahrzeuge wurden möglicherweise bereits im Rahmen früherer Rückrufe repariert, alle betroffenen Einheiten müssen jedoch überprüft werden.

Verschleiß des Motorlagers

Der zweite Rückruf (26V080) geht auf laufende Untersuchungen zu Motorlagerausfällen zurück. Der Rückruf im letzten Jahr konzentrierte sich auf eine Hauptursache, doch Nissan hat nun einen weiteren Faktor identifiziert: zu hohe Motoröltemperaturen. Diese erhöhten Temperaturen verschlechtern die Schmiereigenschaften des Öls und erhöhen das Risiko eines Lagerfressers und eines katastrophalen Motorausfalls.

Was Nissan tun wird

Nissan wird Fahrzeugbesitzer ab Ende nächsten Monats per Post benachrichtigen. Die Händler wurden bereits informiert. Die Lösung erfordert in allen Fällen eine Neuprogrammierung des ECM. Bei einigen Fahrzeugen ist außerdem eine Inspektion der Motorölwanne auf Metallablagerungen erforderlich, die auf vorhandenen Lagerverschleiß hinweisen.

Warum das wichtig ist: Der Rogue ist das meistverkaufte Modell von Nissan, weshalb diese Motorprobleme besonders bedeutsam sind. Die Tatsache, dass Nissan einen zweiten Faktor identifiziert hat, der zu Lagerausfällen beiträgt, deutet auf ein tiefer liegendes, systemisches Problem hin, das gründlicher Aufmerksamkeit bedarf. Diese Rückrufe unterstreichen die Bedeutung einer kontinuierlichen Untersuchung und proaktiven Behebung von Mängeln zum Schutz der Verbraucher.

Die Rückrufe werden in zwei Phasen durchgeführt: Erstens geht es um die ETC-Problematik und zweitens um die Ölverschlechterung. Eigentümer sollten damit rechnen, innerhalb der kommenden Wochen Mitteilungen zu erhalten, und es wird ihnen empfohlen, umgehend Wartungstermine zu vereinbaren.