Volvo Cars führt sein bisher größtes Over-the-Air (OTA)-Softwareupdate ein und bringt die neue „Volvo Car UX“-Schnittstelle in über 2,5 Millionen Fahrzeuge in 85 Ländern, darunter etwa 33.000 in Australien. Das Update, das für Modelle ab 2020 kostenlos ist, stellt einen bedeutenden Schritt hin zur Umwandlung von Fahrzeugen in kontinuierlich verbesserte Plattformen dar.
Wichtige Änderungen und verbesserte Benutzererfahrung
Das neue Volvo Car UX basiert auf dem Betriebssystem Android Automotive und zielt darauf ab, das Fahrerlebnis im Auto zu optimieren. Die bedeutendste Änderung besteht darin, die Anzahl der Taps oder Klicks zu reduzieren, die für den Zugriff auf häufig verwendete Funktionen wie Navigation, Medien und Telefonsteuerung erforderlich sind. Das bedeutet, dass Fahrer zwischen Apps – wie Google Maps und Musikplayern – wechseln können, ohne die eine zu verlassen, um auf die andere zuzugreifen.
Bei diesem Update geht es nicht nur um Komfort; es geht um Zukunftssicherheit. Volvo gibt an, dass das Update „Fahrzeuge für die optimale Integration mit Google Gemini vorbereitet“, der Konversations-KI der nächsten Generation des Unternehmens, die voraussichtlich im Frühjahr 2026 eingeführt wird.
Plug-in-Hybrid- und zukünftige Vorschriften
Das Update enthält auch Funktionen, die auf Plug-in-Hybrid-Fahrer (PHEV) zugeschnitten sind. Eine spezielle Option „Fahrmodi“ auf dem Startbildschirm ermöglicht den schnellen Wechsel zwischen Benzin- und Elektroantrieb, ein Vorteil, da Volvo sein PHEV-Angebot trotz früherer Pläne für eine rein elektrische Produktpalette bis 2030 beibehält.
Mit Blick auf die Zukunft reagiert Volvo auf regulatorische Veränderungen, insbesondere in China, wo neue Regeln ab Juli 2026 physische Tasten für wesentliche Funktionen vorschreiben. Dies geschieht, nachdem Verbraucher gegen die übermäßige Abhängigkeit von Touchscreen-Bedienelementen reagiert haben. Die Verschiebung spiegelt einen breiteren Branchentrend wider: Automobilhersteller balancieren digitale Innovation mit Bedenken hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit.
Neue Modelle und Vehicle-to-Load-Fähigkeit
In Australien wird bald in der ersten Hälfte des Jahres 2024 der neue große Elektro-Liftback ES90 ES90 (Konkurrent von BMW i5 und Mercedes-Benz EQE) auf den Markt kommen, der ab 88.880 US-Dollar kosten wird. Im Juli folgt der mittelgroße Elektro-SUV EX60, der als elektrische Alternative zum beliebten XC60 dient.
Darüber hinaus wird Volvo später in diesem Jahr das Vehicle-to-Load-Laden (V2L) im kleinen Elektro-SUV EX30 einführen, sodass Besitzer externe Geräte über die Batterie ihres Autos mit Strom versorgen können. Andere Modelle werden diese Fähigkeit in Zukunft erhalten, die Veröffentlichungstermine stehen jedoch noch nicht fest.
Dieser Softwareschub verdeutlicht einen wachsenden Trend in der Automobilindustrie: Autos werden zunehmend durch ihre Software definiert, wobei OTA-Updates den Herstellern eine Möglichkeit bieten, Funktionen kontinuierlich zu verbessern und auf sich ändernde Marktanforderungen zu reagieren.
Der enorme Umfang dieses Updates zeigt das Engagement von Volvo, seine Fahrzeuge nicht nur durch Hardware, sondern auch durch anpassungsfähige, langlebige Software auf dem neuesten Stand zu halten.
