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In Massachusetts gibt es weniger Strafzettel für Geschwindigkeitsüberschreitungen, da Befürworter auf die Durchsetzung von Kameras drängen

Die Polizei von Massachusetts stellt etwa halb so viele Strafzettel aus wie vor einem Jahrzehnt, was Fragen zur Verkehrssicherheit und zu Strafverfolgungsstrategien aufwirft. Während ein Rückgang der Vorladungen positiv erscheinen mag, argumentieren Befürworter, dass dies mit einem Anstieg der Todesfälle im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsüberschreitungen und einem wachsenden Bedarf an automatisierter Durchsetzung durch Radarkameras einhergeht.

Der Rückgang der Zitationen: Ein jahrzehntelanger Trend

Im Jahr 2013 stellten die Strafverfolgungsbehörden von Massachusetts landesweit 112.503 Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung aus. Bis 2021 sank diese Zahl auf 51.101 und stabilisierte sich in den letzten Jahren bei etwa 65.000 pro Jahr. Das bedeutet, dass etwa einer von 75 Autofahrern jedes Jahr einen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung erhält – eine Zahl, die einige Sicherheitsgruppen angesichts der anhaltenden Risiken überhöhter Geschwindigkeit für viel zu niedrig halten.

Todesfälle und die Rolle von Geschwindigkeitsüberschreitungen

Nach Angaben des Fatality Analysis Reporting System (FARS) geht der Rückgang der Strafzettel mit einem Anstieg tödlicher Unfälle mit zu schnellen Fahrern einher. Während sich die FARS-Daten auf Polizeiberichte stützen, die eher subjektive Einschätzungen der „Geschwindigkeit zu hoch für die Verhältnisse“ als auf überprüfte Geschwindigkeiten enthalten können, betonen Befürworter, dass selbst geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitungen zum Risiko beitragen. Dies wird durch die Mautkameras am Massachusetts Turnpike untermauert, die zeigen, dass mehr als die Hälfte der Autofahrer regelmäßig die Geschwindigkeitsbegrenzung von 55 Meilen pro Stunde überschreiten, wobei die Höchstgeschwindigkeit an Wochenenden sogar noch höher ist.

Dabei geht es nicht nur um die strikte Einhaltung der angegebenen Grenzwerte; Es geht um den allgemeinen Trend geringerer Konsequenzen für Geschwindigkeitsüberschreitungen. Für einige Autofahrer gibt es keine wirklichen Durchsetzungsmaßnahmen, und das hat Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit.

Der Vorstoß zur automatisierten Durchsetzung

Organisationen wie MassBike und Massachusetts Families for Safe Streets setzen sich aktiv für Gesetze ein, die den Einsatz von Radarkameras, insbesondere auf dem Massachusetts Turnpike, erlauben würden. Die Gesetzentwürfe SB 2344 und HB 3754 sehen Geldstrafen zwischen 25 und 150 US-Dollar für Verstöße vor. Der Verkehrsausschuss des Senats hat seine Version des Gesetzentwurfs bereits gebilligt, das Repräsentantenhaus muss jedoch noch Maßnahmen ergreifen.

Das Hauptargument ist einfach: Weniger Beamte, die Strafzettel ausstellen, verbunden mit steigenden Todesraten, legen die Notwendigkeit einer konsequenteren und automatisierten Durchsetzung nahe.

Diese Debatte spiegelt eine umfassendere nationale Diskussion über Verkehrssicherheit und die Rolle der Technologie bei der Abschreckung von gefährlichem Fahrverhalten wider. Während die Nuancen der Interpretation von FARS-Daten und der Unterscheidung zwischen geringfügigen und schweren Geschwindigkeitsüberschreitungen weiterhin wichtig sind, deutet der Trend darauf hin, dass sich Massachusetts bei der Herangehensweise an die Geschwindigkeitsüberwachung möglicherweise an einem Scheideweg befindet.

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