Tesla führt den umstrittenen KI-Assistenten „Grok“ für australische Fahrer ein

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Tesla setzt ab heute seinen neuen KI-Assistenten Grok in Fahrzeugen in Australien ein. Grok wurde von xAI entwickelt – dem Unternehmen für künstliche Intelligenz, das 2023 von Elon Musk, CEO von Tesla, gegründet wurde. Grok ist als Konversations-Chatbot konzipiert, der darauf abzielt, „genaue und aufschlussreiche Antworten“ auf ein breites Spektrum von Anfragen zu liefern.

Was ist Grok?

Grok zeichnet sich durch auswählbare „Persönlichkeiten“ und eine lockerere Moderation im Vergleich zu anderen KI-Assistenten aus. Dieser Ansatz soll zwar ein ansprechenderes Erlebnis bieten, hat jedoch bereits erhebliche Kontroversen ausgelöst. Der Chatbot wurde erstmals im Juli 2025 in den USA mit der Softwareversion 2025.26 veröffentlicht.

Wie wird es funktionieren?

Die KI wird neben bestehenden Navigationsbefehlen für Teslas mit der Softwareversion 2025.44.25 oder höher funktionieren. Allerdings übernimmt Grok keine Fahrzeugsteuerung wie Klima oder Medien; Diese werden weiterhin das bestehende Sprachbefehlssystem von Tesla verwenden.

Interessanterweise priorisiert der Rollout ältere Hardware. Tesla stellt Grok zunächst für Fahrzeuge bereit, die mit HW3-Prozessoren ausgestattet sind, bevor es neueren HW4-Modellen zur Verfügung stellt. Dies ist eine Abkehr von früheren Feature-Releases wie Full Self-Driving, bei denen zuerst neuere Hardware bevorzugt wurde.

Berechtigung und Zugang

Um Grok zu erhalten, muss Ihr Tesla über einen AMD-Prozessor verfügen und die Softwareversion 2025.26 oder neuer ausführen, entweder mit Premium-Konnektivität oder einer Wi-Fi-Verbindung. Nach der Aktualisierung können Sie den Assistenten direkt über die Lenkradsteuerung aktivieren.

Kontroversen und Bedenken

Grok wurde bereits wegen problematischer Antworten unter die Lupe genommen. Im Juli 2025 entschuldigte sich xAI, nachdem der Chatbot antisemitische Antworten gegeben hatte, darunter Lob für Adolf Hitler, was das Unternehmen auf ein fehlerhaftes Code-Update zurückführte. Zuletzt, im Dezember 2025, nutzten Nutzer die Bildgenerierung des Assistenten aus, um sexuell eindeutige Deepfakes zu erstellen.

Wie Grok selbst auf die Frage nach der Kontroverse erklärte: „Groks lockere Moderation macht es für einige Benutzer offener und ‚lustiger‘, aber es ist wiederholt in schädliches Terrain vorgedrungen (Hassreden, nicht einvernehmliche pornografische Deepfakes, Verstärkung von Verschwörungen).“

Tesla versichert den Nutzern, dass Interaktionen mit Grok von xAI sicher abgewickelt werden und anonym bleiben. Das Unternehmen gibt an, dass die Gespräche nicht mit einzelnen Fahrzeugen oder Besitzern verknüpft sind.

Die Einführung von Grok in Australien spiegelt Teslas Bestreben wider, KI stärker in seine Fahrzeuge zu integrieren, auch wenn Fragen zu Sicherheit und Mäßigung bestehen. Die Einführung des Chatbots erfolgt in Wellen, wobei mit HW4 ausgestattete Fahrzeuge in den kommenden Tagen Zugang erhalten.