Tausende britische Autofahrer wurden aufgrund einer technischen Störung im nationalen Radarkamerasystem fälschlicherweise wegen Geschwindigkeitsüberschreitung bestraft. National Highways hat bestätigt, dass seit 2021 über 2.650 Autofahrer fälschlicherweise Bußgelder und Führerscheinpunkte erhalten haben. Das Problem war auf eine Verzögerung bei der Aktualisierung der Kameragrenzwerte zurückzuführen, als sich variable Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Landstraßen und Autobahnen änderten.
Die Art des Fehlers
Das Problem entstand, weil die Kameras ihre Erkennungsgeschwindigkeit vorübergehend nur langsam anpassten, nachdem der angegebene Grenzwert erhöht wurde. Dies bedeutete, dass Autofahrer auch nach der Anhebung der gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit als zu schnell fahrend eingestuft wurden. National Highways hat dies als „leichte“ Verzögerung beschrieben, die Auswirkungen auf die Fahrer waren jedoch erheblich.
Skala und Reaktion
Obwohl die Behörde angibt, dass der Fehler durchschnittlich weniger als zwei Fahrer pro Tag betraf, ist die Gesamtzahl der zu Unrecht bestraften Personen erheblich. Fahrer erhalten jetzt volle Rückerstattung für gezahlte Bußgelder und es werden falsche Punkte aus ihrem Führerschein entfernt. National Highways gibt an, dass sie sich proaktiv an alle Betroffenen wenden, um die Situation zu korrigieren.
Korrekturmaßnahmen
Um eine Wiederholung zu verhindern, hat National Highways eine Datenprüfung entwickelt, um sicherzustellen, dass zukünftige Strafverfolgungen korrekt sind. Sie arbeiten mit der Polizei zusammen, um diese Lösung sofort umzusetzen. Dieser Vorfall verdeutlicht das Potenzial für menschliches oder technisches Versagen in automatisierten Durchsetzungssystemen, selbst wenn diese für die öffentliche Sicherheit ausgelegt sind.
Dieses Problem unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung und Verbesserung automatisierter Systeme, da selbst geringfügige technische Mängel zu weitreichenden und unfairen Strafen führen können.
Die Behörde entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten, die den betroffenen Fahrern entstanden sind, und versichert, dass Maßnahmen ergriffen werden, um ähnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden.
