Mazda meldet Marke an, um Ferraris EV-Namen „Luce“ möglicherweise zu blockieren

8

Mazda hat Schritte unternommen, die Ferrari daran hindern könnten, den Namen „Luce“ für sein kommendes Elektrofahrzeug (EV) zu verwenden. Laut von CarExpert überprüften Dokumenten meldete der japanische Autohersteller den Namen in Japan nur wenige Wochen nach der Ankündigung von Ferrari an, „Luce“ für sein erstes vollelektrisches Modell zu verwenden.

Der Markenkampf: Warum er wichtig ist

Dieser Schritt ist bedeutsam, da Autohersteller Markennamen, auch solche aus der Vergangenheit, oft aggressiv schützen. Während Mazda die Luce-Linie – eine Premium-Limousine, die in Australien auch als 929 bekannt ist – im Jahr 1991 einstellte, könnte die Wiederbelebung des Markenzeichens Ferrari effektiv blockieren. Dies unterstreicht, wie wertvoll Namen in der Automobilindustrie sind, wo Identität und Herkunft eine Schlüsselrolle spielen.

Mazdas Geschichte mit „Luce“

Der Name „Luce“ ist für Mazda nicht ganz inaktiv. Im Jahr 2017 stellte das Unternehmen das Vision Coupé-Konzept vor, das eine Hommage an die Luce-Linie darstellte und insbesondere das Mazda Luce Rotary Coupé von 1969 erwähnte. Dies deutet darauf hin, dass Mazda weiterhin Interesse an dem Namen hat, wenn auch nicht für unmittelbare Produktionspläne.

Ferraris EV-Glücksspiel und das Timing

Ferrari gab im Februar 2026 Einblicke in den Innenraum seines Luce EV und bereitete damit die Bühne für eine Markteinführung mit einem unverwechselbaren Design von LoveFrom, einem von Marc Newson und Jony Ive gegründeten Studio. Die schnelle Markenanmeldung von Mazda nur drei Wochen später wirft Fragen auf: Ist dies ein bewusster Versuch, Ferrari zu behindern, oder einfach eine routinemäßige Markenerneuerung, um zu verhindern, dass andere den Namen verwenden?

Ein Muster in der Autoindustrie

Streit zwischen Autoherstellern um Namen ist keine Seltenheit. Im Jahr 2024 war Alfa Romeo gezwungen, seinen SUV Milano in Junior umzubenennen, da das italienische Gesetz die falsche Angabe der Herkunft verbietet (er wurde in Polen gebaut). In ähnlicher Weise untersagte Renault Fiat im Jahr 2003 aufgrund der Ähnlichkeit mit „Twingo“ die Verwendung von „Gingo“ für ein Auto, und Audi lehnte die frühe Bezeichnung „S4“ von Volvo ab.

Einige Autohersteller existierten jedoch mit identischen Namen nebeneinander: Bentley und Lincoln hatten beide Modelle mit dem Namen „Continental“, während BMW und GAC in Australien Fahrzeuge mit dem Namen M8 verkaufen und Audi und MG beide Fahrzeuge mit dem Namen S5 verkaufen.

Das Fazit

Der Schritt von Mazda könnte Ferrari dazu zwingen, seine Namensstrategie für Elektrofahrzeuge zu überdenken. Ob es sich dabei um eine strategische Blockade oder einen einfachen Markenschutz handelt, es unterstreicht den Wettbewerbscharakter der Automobilindustrie, in der selbst historische Namen zum Schlachtfeld um die Markendominanz werden können.

Das Ergebnis wird wahrscheinlich von rechtlichen Herausforderungen und der Absicht von Mazda abhängen, aber eines ist klar: Die Sicherung eines Namens ist ebenso wichtig wie die Sicherung der Leistung im Rennen um Automobilinnovationen.