Hyundai gibt anhand der Konzepte „Erde“ und „Venus“ einen Einblick in die zukünftige Ioniq-Designsprache

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Hyundai bereitet sich darauf vor, die visuelle Identität seiner Elektrofahrzeugsparte (EV) neu zu definieren. Der Autohersteller hat zwei kommende Konzeptfahrzeuge mit den Codenamen Earth und Venus angekündigt und damit einen deutlichen Wandel im Erscheinungsbild der äußerst erfolgreichen Marke Ioniq in den kommenden Jahren signalisiert.

Eine neue Designrichtung: Jenseits des „Pixels“

Seit mehreren Generationen verwendet Hyundai eine charakteristische „Parametric Pixel“-Beleuchtungssignatur, ein Markenzeichen, das beim Ioniq 5, Ioniq 6 und dem kommenden Ioniq 9 zu sehen ist. Erste Einblicke in die Erde- und Venus-Konzepte deuten jedoch darauf hin, dass diese Ära möglicherweise zu Ende geht.

Die Teaser-Bilder zeigen eine Abkehr von der blockigen, retro-futuristischen Pixelästhetik hin zu einer aggressiveren, geometrischen Beleuchtung.
Das Silver Concept: Ein Cab-Forward-Design mit klobiger Radhausverkleidung, das stark auf eine neue Generation von SUVs hindeutet. Es verfügt über scharfe, sich überschneidende Lichtgrafiken, die an High-End-Performance-Marken wie Lamborghini erinnern.
Das Gold-Konzept: Eine schnittigere, aerodynamischere Silhouette, die wie ein Fastback-Coupé aussieht. Dieses Modell legt Wert auf Eleganz und verfügt über einen markanten Hecklippenspoiler.

Beide Fahrzeuge teilen eine neue Design-DNA, die durch dreieckige Formen und einen intensiven Fokus auf Aerodynamik, wie tief angesetzte Scuttles und stromlinienförmige Profile, gekennzeichnet ist.

Aufbau einer „Familie“ von Fahrzeugen

Bei diesem Designdrehpunkt geht es nicht nur um die Ästhetik; Es ist ein strategischer Schritt in Richtung Markenzusammenhalt. Historisch gesehen gab es in der Elektrofahrzeugpalette von Hyundai Modelle mit sehr unterschiedlichen, manchmal polarisierenden, individuellen Identitäten.

Xavier Martinet, CEO von Hyundai Europe, stellte kürzlich fest, dass das Unternehmen daran arbeite, in seiner gesamten Fahrzeugpalette ein systematischeres „Familiengefühl“ zu schaffen. Das Ziel besteht darin, sicherzustellen, dass ein Hyundai-Elektrofahrzeug sofort als Teil einer einheitlichen Produktpalette erkennbar ist, ohne in die Falle des „Fotokopierer“-Designs zu tappen, bei dem jedes Modell identisch aussieht.

„Wir haben ein paar Marken gesehen, die vielleicht zu weit in diese Richtung gegangen sind“, bemerkte Martinet und betonte die empfindliche Balance zwischen Markeneinheit und individuellem Charakter.

Wann werden wir die vollständige Enthüllung sehen?

Während Hyundai die Debütstandorte noch nicht offiziell bestätigt hat, deuten mehrere Hinweise auf eine baldige Enthüllung hin:
* Die Beijing Motor Show: Ein von der Hyundai Group veröffentlichtes Vorschauvideo enthielt chinesischen Text, der auf ein mögliches Debüt auf der Messe ab dem 24. April hinwies.
* Mailänder Designwoche: Der Zeitpunkt stimmt auch mit der Mailänder Designwoche überein, einer gemeinsamen Bühne für die Enthüllung hochkarätiger Automobildesigns.

Fazit

Durch die Abkehr von der pixeligen Ästhetik hin zu schärferen, aerodynamischeren Formen versucht Hyundai, die Marke Ioniq von einem Nischen-Elektroexperiment in eine anspruchsvolle, zusammenhängende Familie leistungsstarker Elektrofahrzeuge zu verwandeln.