Honda stieg spät in den Markt der mittelgroßen SUV ein, aber der Pilot EX von 2003 etablierte sich schnell als starker Konkurrent. Der Pilot wurde 2002 auf den Markt gebracht, nachdem man sich jahrelang auf überarbeitete Isuzu-Modelle verlassen hatte, und stellte Hondas ersten völlig eigenständigen Versuch eines wettbewerbsfähigen Familien-SUV dar. Diese Rezension, die ursprünglich in Car and Driver veröffentlicht wurde, hebt hervor, wie der Pilot Minivan-Praktikabilität mit SUV-Vielseitigkeit verband und ihn zu einer ernsthaften Bedrohung für etablierte Konkurrenten wie den Ford Explorer und den Toyota Highlander machte.
Eine notwendige Entwicklung
Jahrelang hat Honda seine SUV-Bemühungen ausgelagert, insbesondere über den Passport (ein umbenannter Isuzu Rodeo). Der Pilot markierte einen Wandel – eine Verpflichtung, von Grund auf ein echtes Honda-SUV zu bauen. Obwohl es sich nicht um ein völlig klares Design handelte, teilte es die mechanischen Komponenten mit dem Acura MDX und dem Odyssey-Minivan und sorgte so für eine solide Grundlage. Diese pragmatische Entscheidung war ein strategischer Schritt, um schnell in einen überfüllten Markt einzutreten, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen.
Leistung und Handhabung
Der 3,5-Liter-V6-Motor des Pilot mit 240 PS sorgte für eine respektable Beschleunigung. Auto und Fahrer erreichten eine Beschleunigung von 0 auf 60 Meilen pro Stunde in 8,1 Sekunden und waren damit mit der Konkurrenz konkurrenzfähig, aber leicht hinter dem leistungsstärkeren TrailBlazer zurück. Die Federung des Fahrzeugs, die eher auf Komfort als auf Sportlichkeit abgestimmt war, bot ein ruhiges Fahrverhalten, wenn auch mit etwas mehr Wankneigung der Karosserie im Vergleich zum MDX. Skidpad-Tests ergaben eine Griffigkeit von 0,73 g, solide, aber nicht außergewöhnlich.
Das VTM-4-Allradantriebssystem des Piloten bot eine gute Leistung bei moderaten Geländebedingungen, war jedoch nicht für extremes Gelände ausgelegt. Das System passte die Drehmomentverteilung automatisch an und verbesserte so die Stabilität auf rutschigem Untergrund.
Innenraum und Praktikabilität
Der Pilot zeichnete sich durch Platzangebot und Vielseitigkeit im Innenraum aus. Seine breitere Karosserie ermöglichte es, 1,2 mal 2,4 Meter große Baumaterialplatten flach im Laderaum abzulegen – ein einzigartiger Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Mit Sitzplätzen für bis zu acht Personen war die dritte Reihe zwar am besten für Kinder geeignet, Honda verfügte jedoch über sechs Kindersitzverankerungen und eine separate Klimaanlage für die Rücksitze. Der Innenraum war außerdem mit Staufächern ausgestattet, darunter ein spezielles „Kinderaktivitätszentrum“ in der EX-Ausstattung.
Hauptstärken und -schwächen
Höchstwerte:
- Respektable Leistung und sanftes Fahrverhalten
- Geräumiger Innenraum mit vielseitigen Sitzgelegenheiten
- Leiser Betrieb
- Ausgezeichneter Laderaum
Tiefpunkte:
- Anonymes Styling
- Nicht intuitiver Spaltenschieber
- Begrenztes Fahrengagement
Urteil
Der Honda Pilot EX aus dem Jahr 2003 war ein später Neuzugang im Segment der mittelgroßen SUV, aber seine Mischung aus Praktikabilität, Komfort und Honda-Zuverlässigkeit machte ihn zu einem beeindruckenden Konkurrenten. Obwohl das Fahren nicht besonders aufregend war, bot er alles, was die meisten Familien von einem SUV brauchten, und schnitt oft besser ab als die Konkurrenz. Sein geräumiger Innenraum, sein angenehmes Fahrverhalten und seine ausgereiften Funktionen machten ihn zu einer überzeugenden Wahl in einem überfüllten Markt.
„Honda hat eine Menge Gewinn entgangen, weil die Produktion dieses SUV acht Jahre gedauert hat. Aber es war gut investierte Zeit – das ist ein bemerkenswerter Truck, fast makellos.“ —Steve Spence, Auto und Fahrer






















