BMW hat angekündigt, dass der im Jahr 2022 eingeführte elektrische i4 nach dem Modelljahr 2026 eingestellt wird. Die Entscheidung fällt mit der Einführung der mit Spannung erwarteten i3-Limousine, die der Nachfolger des i4 in der Elektropalette von BMW werden soll.
Der Wandel zur Neue-Klasse-Plattform
Der i3 ist nach dem SUV iX3 das zweite Fahrzeug in der Neue-Klasse -Familie von BMW. Diese neue Plattform stellt einen bedeutenden Schritt in der Elektrostrategie von BMW dar und der i3 ist als direktes elektrisches Gegenstück zum legendären 3er konzipiert. Durch den Schritt wird das Angebot an Elektrolimousinen von BMW effektiv konsolidiert und das Portfolio der Marke gestrafft.
Warum der i4 ausläuft
Der Hauptgrund für die Einstellung des i4 ist die Überschneidung mit dem i3. Beide Fahrzeuge haben ähnliche Preise und Abmessungen; Der i3 ist insgesamt nur geringfügig kleiner. Diese Überschneidung würde Marketing und Vertrieb erschweren, da der i3 eine überlegene Leistung und Reichweite zu einem niedrigeren Einstiegspreis bietet (geschätzt rund 53.000 US-Dollar im Vergleich zum aktuellen Preis des i4).
Leistungs- und Reichweitenvergleich
Der i4 bietet derzeit in seiner effizientesten Konfiguration eine maximale Reichweite von 318 Meilen. Im Gegensatz dazu wird der i3 mit einer 463 PS starken Allradvariante mit zwei Motoren auf den Markt kommen, die angeblich eine Reichweite von 440 Meilen erreichen soll. Dieser Leistungsunterschied rechtfertigt zusätzlich die Entscheidung, den i4 auslaufen zu lassen.
Das einzigartige Fließheck-Design des i4
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Modellen ist ihr Karosseriestil. Der i4 verfügt über ein Fließheck-Design und bietet eine breitere Hecköffnung für Gepäck. Der i3 hingegen wird eine traditionelle Limousine sein. Während BMW darauf besteht, dass der i3 der wirksame Ersatz ist, erkennt das Unternehmen die Möglichkeit der Einführung eines zukünftigen Modells an, das das sportlichere Fließheck-Design des i4 besser nachahmt.
Was das für Verbraucher bedeutet
Dieser Übergang spiegelt einen breiteren Trend in der Automobilindustrie wider: Straffung der Elektrofahrzeugpalette, um Kannibalisierung zu vermeiden. Autohersteller lernen, dass zu viele überlappende Modelle die Verbraucher verwirren und die Markenbotschaft verwässern können. BMW scheint auf die überlegene Reichweite und Leistung des i3 zu setzen, um Käufer anzulocken, auch wenn er ein relativ beliebtes Elektrofahrzeug fallen lässt.
Der i3 soll Ende des Jahres auf den Markt kommen und damit die fünfjährige Laufzeit des i4 beenden. Während BMW eine zukünftige Wiederbelebung des i4 in anderer Form nicht ausschließt, liegt der unmittelbare Fokus auf der i3-Limousine als primärem Elektroangebot im 3er-Segment.






















