Audi RS e-tron GT Performance (2026): Ein raffiniertes Elektro-Flaggschiff

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Der e-tron GT von Audi, der erstmals im Jahr 2021 auf den Markt kam, hat sich im Stillen zu einem herausragenden Hochleistungs-Elektrofahrzeug entwickelt. Während die Verkäufe zunächst schleppend verliefen, haben jüngste Aktualisierungen – insbesondere in der Fahrwerkstechnik – das Auto in eine wirklich konkurrenzfähige Luxuslimousine verwandelt. Der 2026 RS e-tron GT Performance ist nicht nur schneller; Es ist leistungsfähiger und damit ein verspätetes, aber überzeugendes Flaggschiff für die Elektroambitionen von Audi.

Eine späte Blüte für Audis Electric Vision

Der e-tron GT debütierte zu einer Zeit, als Audi eine kühne, futuristische Designsprache propagierte. Der anschließende Wandel des Unternehmens hin zu einer einfacheren Ästhetik ließ das Auto jedoch etwas aus dem Takt geraten. Dadurch entstand eine seltsame Situation: ein Fahrzeug, das auf einer Ideologie basiert, die fast aufgegeben wurde, bevor sie sich bewähren konnte. Glücklicherweise zeigen die jüngsten Überarbeitungen, dass das ursprüngliche Konzept die ganze Zeit über seine Berechtigung hatte.

Leistungs- und Effizienzsteigerungen

Die bedeutendsten Veränderungen liegen unter der Haut. Audi hat die Batteriekapazität von 93 kWh auf 105 kWh erhöht, gepaart mit verbesserten Motoren und Wechselrichtern. Außerdem wurde die Ladegeschwindigkeit auf 320 kW erhöht, was eine Aufladung von 10–80 % in nur 18 Minuten ermöglicht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Basis-e-tron GT Quattro verfügt nun über eine Reichweite von bis zu 386 Meilen, während das RS-Performance-Modell immer noch rund 365 Meilen schafft.

Die Beschleunigung ist brutal: Die RS Performance-Variante beschleunigt in nur 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist damit der bisher schnellste Serien-Audi. Das Zwei-Gang-Getriebe am Heckmotor sorgt bei etwa 100 km/h für einen spürbaren Ruck, der das Fahrerlebnis noch intensiver macht.

Unübertroffene Fahrqualität mit fortschrittlicher Federung

Das herausragende Merkmal des neuen e-tron GT ist sein innovatives aktives Federungssystem. Durch den Einsatz elektronisch gesteuerter hydraulischer Dämpfer verzichtet das Auto auf herkömmliche Stabilisatoren und behält gleichzeitig eine außergewöhnliche Karosseriekontrolle bei. Dies führt zu einer Fahrqualität, die an surreale Grenzen grenzt; Das Auto gleitet selbst über die schwierigsten Straßenoberflächen mit bemerkenswerter Gelassenheit.

Die Fähigkeit der Federung, sofort auf Veränderungen der Straße zu reagieren, sorgt dafür, dass sie sich unglaublich stabil und kontrolliert anfühlt. Es bietet auch witzige, aber beeindruckende Features, wie z. B. das leichte Anheben des Wagens beim Öffnen der Türen und die dezente Neigung der Karosserie in Kurven.

Innenraum und Praktikabilität: Ein vertrauter Raum

Im Inneren behält der e-tron GT die Verarbeitungsqualität und Materialien seiner früheren Iterationen bei. Auch wenn der Innenraum nicht so technologisch fortschrittlich ist wie bei einigen neueren Audis, sind der einfachere Touchscreen und die physischen Bedienelemente eine willkommene Abwechslung in Zeiten der Überdigitalisierung.

Allerdings ist der Platz insbesondere auf den Rücksitzen begrenzt. Auch der 351-Liter-Kofferraum ist relativ klein, obwohl das kleine Fach unter der Motorhaube bequemen Stauraum für Ladekabel bietet.

Das Urteil: Ein würdiger Nachzügler

Der Audi RS e-tron GT Performance 2026 ist ein bemerkenswertes Fahrzeug, das endlich sein volles Potenzial erreicht hat. Während die extreme Beschleunigung des Spitzenmodells nicht unbedingt erforderlich ist, könnte die Entscheidung für einen S e-tron GT der Mittelklasse oder sogar die Basisvariante des Quattro mit dem Active Suspension-System eines der besten Elektroautos auf dem Markt hervorbringen. Dieses Auto beweist, dass die besten Dinge manchmal zu denen kommen, die warten. Es ist eine Schande, dass Audi es nicht früher verfeinert hat, aber das Warten hat sich letztendlich gelohnt.