2026 Honda Prelude: Eine nostalgische Rückkehr mit einem modernen Touch

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Honda hat das Prelude-Typenschild für 2026 wiederbelebt und bringt ein beliebtes sportliches Coupé zurück – allerdings mit erheblichen Änderungen. Bei dem neuen Modell handelt es sich um ein reines Hybridmodell mit Frontantrieb, das 43.195 US-Dollar kostet und unter Enthusiasten eine Debatte darüber auslöst, ob es wirklich den Geist seiner Vorgänger verkörpert. Während die Rückkehr des Prelude in einem Markt, der zunehmend von SUVs und Crossovers dominiert wird, lobenswert ist, sieht er sich einer harten Konkurrenz gegenüber und wirft Fragen zu seinem Wertversprechen auf.

Ein Premium-Hybrid in einer sich verändernden Landschaft

Der Prelude der sechsten Generation zielt darauf ab, die Essenz früherer Modelle wiederzuerlangen: ein stilvoller, sportlicher Zweitürer, der in puncto Raffinesse und Design über den Mainstream-Hondas liegt. Er verfügt über dieselben mechanischen Grundlagen wie der Civic, verfügt jedoch über Fahrwerksverbesserungen gegenüber dem Civic Type R, die auf ein noch höheres Fahrerlebnis abzielen. Das Äußere weist eine geschwungene Form auf, die sich vom aktuellen Accord und Civic unterscheidet, komplett mit Retro-Emblem und optionaler zweifarbiger Lederausstattung.

Ein großer Streitpunkt ist jedoch das Fehlen eines Schaltgetriebes. Honda hat sich entschieden, den Prelude ausschließlich mit einem Zwei-Motoren-Hybridsystem mit 200 PS auszustatten, eine Entscheidung, die viele Enthusiasten verärgert, die den Prelude mit fesselnden, fahrerorientierten Erlebnissen assoziieren. Die Einbeziehung eines Fake-Shifting-Modus (S+) bringt kaum einen Mehrwert, da das Auto trotz vorhandener Schaltwippen immer noch seine eigenen Entscheidungen trifft.

Kompromisse zwischen Leistung und Praktikabilität

Der Prelude bietet ein sanftes, raffiniertes Handling mit adaptiven Dämpfern, die die Einstellungen „Comfort“, „GT“ und „Sport“ bieten. Obwohl er weicher als der Civic Type R ist, macht er auch auf kurvigen Straßen weiterhin Spaß. Der Hybridantriebsstrang sorgt für eine vorhersehbare Leistungsentfaltung, aber die Beschleunigung des Autos wird die Konkurrenz wie den Toyota GR86, den Subaru BRZ oder den Mazda MX-5 Miata wahrscheinlich nicht übertreffen.

Der Vorteil des Präludiums liegt in seiner Praktikabilität. Im Gegensatz zum Miata verfügt er über kleine Rücksitze und einen nutzbaren Laderaum unter einer Heckklappe, was ihn als Alltagsfahrzeug vielseitiger macht. Auch die Innenqualität übertrifft die der Toyobaru-Zwillinge, was den höheren Preis teilweise rechtfertigt.

Ein Nischenangebot in einem wettbewerbsintensiven Markt

Trotz seiner Stärken ist die Marktposition des Prelude fraglich. Mit dem Preis von 43.195 US-Dollar liegt er über vielen etablierten Sportwagen, während sein reiner Hybridantrieb seine Attraktivität für Puristen einschränkt. Honda rechnet damit, in den USA jährlich rund 4.000 Einheiten zu verkaufen, wobei anerkannt wird, dass es sich hierbei um ein Nischenmodell für eine bestimmte Zielgruppe handelt.

In einem Segment, in dem Hinterradantrieb und manuelle Getriebeoptionen nach wie vor beliebt sind, fühlt sich der moderne Ansatz des Prelude unpassend an. Der Civic Type R stellt mit seinen 315 PS und einem ähnlichen Preis für viele Enthusiasten ein überzeugenderes Preis-Leistungs-Verhältnis dar.

➡️ Letztendlich ist der Honda Prelude 2026 eine charmante, aber unkonventionelle Wiederbelebung. Mit moderner Technologie bringt es einen beliebten Namen zurück, aber das Fehlen eines Schaltgetriebes und der hohe Preis könnten seinen Erfolg auf einem hart umkämpften Markt einschränken.